IAA 2015 – Tipps ’n Tricks

Aktuell (19. September – Sonntag, 27. September 2015) findet in Frankfurt wieder die Internationale Automobilausstellung (IAA) statt, eine der größten Automobilshows der Welt.
Da ich diese fünf mal besucht haben, kann  ich als „alter Hase“ ein paar Tipps geben, wie man an bessere Fotos kommt.

Früh da sein, lang bleiben

Ganz einfach, so früh wie möglich da sein, und so lange wie möglich bleiben. Warum? Klar, das gros der Besucher kommt eben ein paar Stunden nach der Öffnungszeit, und geht ein paar Stunden vor Ende. Wenn man da ist, bevor „alle“ kommen, ist es viel einfacher bei den Publikumsmagneten in Ruhe Fotos zu machen, ohne erstmal eine Viertel Stunde z.B. bei Ferrari damit zu verbringen, überhaupt die Boliden zu Gesicht zu bekommen. Andersrum gilt das natürlich auch am Ende, kurz vor Schluss kehrt auch bei diesen Ständen wieder Ruhe ein.

Natürlich, gibt es so viele Magneten, dass das Zeitfenster am Anfang und Ende unmöglich ausreicht. Aber da kommt dann einfach die persönliche Präferenz ins Spiel. Aber zumindest bei diesen macht man es sich so bedeutend leichter.

Öffnungszeiten: 9 – 19 Uhr.

Totale? – eher nicht

Ehrlich, eine Messehalle gehört zweifellos nicht zu der natürlichen Umgebung der allermeisten Autos. Messestand, Geländer, Absperrungen – ganz zu schweigen von den weiteren Messebesuchern: das hilft nicht wirklich. Also nicht zu sehr auf Totalen fixieren, bei denen das ganze Auto eingefangen wird, oder auch nur die Front, fixieren. Klar macht man die, aber wirklich gute Fotos werden das Meistens nicht.

Stattdessen:

Details, Details, Details

So nah an Sportwagen, Luxuskarossen, Konzepte und Studien kommt man als Normalsterblicher nur sehr selten, wenn man sie denn überhaupt zu sehen bekommt. Daher, und da Totale eben schwierig sind, Detailaufnahmen. Gerade Konzepte und Studien sind mit kleinen Designfeinheiten übersät, die oftmals Prima Fotos abgeben! Zumal diese es oft nicht in das spätere, fertige Produkt schaffen. Und natürlich sind auch bei den Fahrzeugen im Premium- und Sportsegment viele kleine Details vorhanden, die man einfangen kann. Gerade bei diesen Detailfotos kann man die überfüllte Messehalle ausblenden: das restliche Publikum ist schlichtweg nicht drauf.

Dress to Impress

Nicht unterschätzen sollte man ein ordentliches Auftreten bei Messen, den das hilft ungemein auch mal hinter die Absperrung bei den Prestigeherstellern zu kommen. Nett fragen dazu natürlich vorausgesetzt. Erreicht man das auch in „leger“? Bestimmt. Manchmal gibt es aber den kleinen Ausschlag, zu „ja“.

Für mich heißt das: Anzug, Hemd, ordentliche Schuhe. Krawatte optional.

Get low

Schlecht gehütetes Geheimnis: Autos sehen, zumindest die Front, bedeutend besser aus, wenn man von möglichst weit unten fotografiert. Und nicht von oben herab, wie die meisten Besucher es tun.

Raw

Ich fotografiere essentielles sowieso immer im Raw-Format (und eben nicht als JPEG), aber gerade bei Autoshows ist das nochmals wichtiger. Konzepte in hochglanzschwarz, Studien in weiß mit schwarzen Akzenten oder einfach nur nicht perfekt ausgeleuchtete rote Sportler machen gute Fotos nicht immer einfach. Das geht nicht nur mir so.

Gerade bei diesen Beispielen muss man hinterher in der Nachbearbeitung nochmal ran, und vielleicht ein paar Momente mehr damit verbringen diese zu optimieren. Dafür ist jedes zusätzliche Bit an Information essentiell um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen. Genau hier ist das Raw-Format gemacht.

Nicht überpacken

Beim letzten Besuch hab ich es ehrlich gesagt übertrieben, wobei es ehrlich gesagt mein erster Besuch mit Spiegelreflexkamera war.

70–200mm-, 90mm Makro-, 50mm- und 28–75mm-Objektive den ganzen Tag auf den Rücken mit sich rumschleppen ist schlicht übertrieben. Vor allem wenn man dann doch exakt ein Objektiv benutzt. Klar, will man für alle Fälle sicher gehen, aber der entlastete Rücken macht es soviel angenehmer.

Ich würde auf das 28–75mm sowie das Sigma 10–20mm setzen, das hatte ich letztmalig noch nicht. Das war dann tatsächlich doch das eine Problem, das ich hatte, oftmals war es schwierig die Fotos zu schießen die ich wollte, weil ich nicht weit genug zurück gehen konnte.

Hier hilft natürlich die persönliche Erfahrung und Präferenz, die richtige Ausrüstung zusammenzustellen.

Speicher + Batterie nicht vergessen

Zwei Sachen kann man dann letztlich nicht genug dabei haben: Speicherkarten und Ersatzbatterien.
2013 hab ich gut 50GB an Daten fabriziert, da kann es, gerade bei den mittlerweilen superniedrigen Preisen, nicht schaden eine Extrakarte dabei zu haben. Oder zwei. Oder drei.

Ähnliches gilt für den Kameraakku. Hat man vor mehr als ein paar Schnappschüsse zu machen, läuft man schnell Gefahr im Laufe des Tages leer zu laufen. Also möglichst viele Batterien zum Austauschen mitbringen. Voll aufgeladen versteht sich.

Good Hunting!

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