Gear: Canon A-1

Canon A-1 01 20150507

Es gibt Tage, an denen man unerwartet eine alte Kamera in die Hand gedrückt bekommt, das sind gute Tage. Umso mehr, wenn es sich wie bei der Canon A-1 um ein ehemaliges Topmodell handelt. Erste Spiegelreflex mit Programmautomatik, aber auch sonst netten Features, die jedenfalls bei meinen alten Kameras so nicht vorhanden sind. Belichtungszeit bis 30 Sekunden, Blenden- und Zeitautomatik, ISO-Wert einstellbar von 6–12800, verschließbarer Sucher, Kontrollrädchen um die Blende einzustellen und Mehrfachbelichtung.

Noch gesteigert wenn da ebenfalls zwei Objektive dabei sind, 50mm f1.8 und 28mm f2.8, und wenn man bereits, zufällig, die richtige Batterie, Blitz und ein weiteres Objektiv besitzt.

Besonders die Funktion der Mehrfachbelichtung vermisse ich bei meinen Pentax-Kameras, obgleich es da auch Lösungen für gibt. Ein einfaches Hebelchen dafür ist einfach praktisch.

Ebenfalls praktisch, wenn auch von geringerer Bedeutung, ist der verriegelbare Sucher und die relativen lange mögliche Belichtungszeit von 30 Sekunden, ohne in den Bulbmodus wechseln zu müssen.Canon A-1 04 20150507

Nun nicht alles ist Gold was glänzt, bzw. in dem Fall Messing. Bei Canon hatte man sich dagegen entschieden die obere Gehäuseabdeckung, wie es sich für ein Topmodell gehört, aus schwarz lackierten Messing herzustellen, sondern einfach aus grauen Plastik, mit ebendieser Lackierung. Nun scheuert diese Bekanntermaßen mit der Zeit ab, so dass oftmals das darunterliegende Messing zum Vorschein kommt. Damit der Eindruck entsteht hier sei doch Messing im Einsatz, hat man hier kurzer Hand ein Schickt Messingfarbe unter dem schwarzen Lack angebracht. Nur zu blöd, wenn auch dieser mit der Zeit abgerieben wird, oder durch Dellen abgetragen wird und das Plastik sichtbar wird.

Klare Lösung für den Fall, echtes Messing verwenden, oder schwarz durchgefärbten Kunststoff.

Ansonsten kann ich aber keine ähnlichen Probleme feststellen, und die Kameras fühlt sich echt wertig an, und ist auch ordentlich schwer.
Die Objektive hingegen haben ein Plastikgehäuse, und zumindest fühlen sie sich preiswerter an, ob dass nun daran liegt, dass der Vorbesitzer tatsächlich günstigere Objektive gekauft hat, oder die damaligen Canon-Objektive tatsächlich einfach so waren, ist reine Spekulation. Einen Defekt, kann ich nicht feststellen, und sie haben beide Tadellos funktioniert. Ich bin da wohl einfach nur an höherwertiges aus dieser Zeit gewohnt.

Etwas gewöhnungsbedürftig war für mich die Bedienung, wobei das eher daran liegt, dass ich zu sehr an die Bedienung von Pentax-Kameras gewöhnt bin, und zumindest hier funktionieren die etwas einfacher, jedenfalls für mich. Aber so schwierig ist die Umstellung nun auch nicht.

Das einzige wirkliche Problem ist der Verschluss der Kamera, der regelmäßig Aussetzer hat. Gelegentlich bleibt dieser leider statt Sekundenbruchteilen ganze Minuten geöffnet. Das erschwert natürlich die Benutzung. Ohne diesen Defekt würde ich sie ganz gerne öfter benutzen, so wird das aber eher eine Ausnahme bleiben. Eigentlich schade.

Zum Abschluss ein paar der Testfotos, Film: DM Fotoparadies 200

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